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Synergia Ensemble

Andria Chang, Violine | Camilo Chaparro, Violoncello | Maria Shykyrinska, Fortepiano

Das 2019 gegründete Synergia Ensemble fand in Köln zusammen. Die drei MusikerInnen, Andria Chang an der Violine, Camilo Chaparro am Violoncello und Maria Shykyrinska am Klavier, haben es sich zum Ziel gesetzt authentisch, hingebungsvoll und ernsthaft der Kammermusik zu widmen.

Auf ihrem künstlerischen Weg wurden sie von Professoren der Kölner Musikhochschule Anthony Spiri und Harald Schoneweg begleitet. Wichtige Impulse bekamen die drei von namhaften KünstlerInnen und Lehrenden wie Eberhard Feltz, Wolfgang Redik, Xenia Jankovic, Midori Seiler, Pieter Wispelwey. In ihrer kurzen, jedoch sehr aktiven Existenz als Ensemble können die drei MusikerInnen bereits auf einige tolle Erfahrungen zurückschauen, wie die Kammermusikwoche in Montepulciano, Italien; die renommierte internationale Sommerakademie für Kammermusik in Frenswegen und mehrere Konzerte des dortigen Festivals, sowie eine Radioaufnahme und -sendung durch den WDR 1.

Das Ensemble studiert zurzeit den Master Kammermusik an der Hochschule für Musik Hanns Eisler Berlin in der Klasse von Prof. Wolfgang Redik.

 

Wie habt ihr vom Wettbewerb „Beethoven in seiner Zeit“ erfahren? Was hat euch überzeugt, teilnehmen zu wollen?
„Wir haben über den Wettbewerb durch eine ehemalige Professorin von unserer Geigerin, Andria erfahren.
Es hat uns schon immer gereizt, gemeinsam auf historischen Instrumenten zu musizieren; und ein konkretes Ziel wie der Wettbewerb war ein schöner Anstoß.“

Was hat euch zur Musik auf historischem Instrumentarium gebracht?
„Authentizität des Klangs der Instrumente! Für uns ist es ein wichtiges Ziel, der Vorstellung des Komponisten so nah wie möglich zu kommen, durch Studieren der Partitur unter Anderem… und wie könnte man besser der Klangvorstellung von beispielsweise Beethoven näher kommen, als durch die Instrumente der damaligen Zeit?“

Gab es eine überraschende Erkenntnis bei der Arbeit an eurem Wettbewerbsrepertoire?
„Die Endeckung der Werke von Joseph Woelfl und Ferdinand Ries war eine schöne Überraschung für uns! Der Stil dieser beiden Komponisten im Vergleich zu Beethoven und auch andersherum war ein roter Faden im Einstudieren der Kompositionen. Durch das Erlernen wenig bekannter Klaviertrios konnten wir alles in einen historische Kontext setzen, was die
Arbeit an der Musik unheimlich spannend gemacht hat.“

Wie klappte es mit der Zusammenarbeit in der Coronazeit?
„Natürlich hatten wir keine leichten Bedingungen in der Probenarbeit. Auch das Beschaffen und Finanzieren der historischen Instrumente, passender Raum für die Proben waren keine leichten Aufgaben. Aber wir haben es uns zum Ziel gesetzt, intensiv zu proben und uns mit dem Repertoire zu beschäftigen, egal was kommt. Um ehrlich zu sein, hatten wir durch pandemiebedingte pausierte Konzerttätigkeit mehr Zeit als sonst.“

Habt ihr ein Lieblingsstück in eurem Repertoire? Und wenn ja, welches und warum?
„Wir haben zu jedem Werk aus dem Repertoire eine besondere Bindung. Das Es-Dur Trio op.70 Nr.2 von Beethoven war zum Beispiel das allererste Stück, das wir als frisch gegründetes Trio 2019 gespielt und immer in unserem Repertoire behalten haben. Wir konnten uns aber genauso gut auf das letzte Klaviertrio von Ferdinand Ries einlassen und haben unheimlichen Spaß gehabt, dieses Werk einzustudieren und zu spielen. Alle sieben Werke haben ihre Besonderheiten und haben alle die gleiche Aufmerksamkeit von uns bekommen.“